Du zahlst 0,9% pro Kartentransaktion? Dein Nachbar 0,5%? Das kann zwei Dinge bedeuten: Du wurdest abgezockt — oder dein Mix aus EC und Kreditkarte ist schlicht anders. Dieser Artikel erklärt, was wirklich in der Gebühr steckt.
Deine Gebühr besteht aus drei Teilen
- Interchange — geht an die Bank, die die Karte ausgegeben hat. Gesetzlich gedeckelt bei 0,2% (Debit) bzw. 0,3% (Kredit) für Verbraucherkarten.
- Scheme Fee — geht an Visa/Mastercard. Etwa 0,05–0,15%.
- Acquirer-Marge — was der Zahlungsanbieter (z.B. Stripe, Adyen, SumUp) verdient. Der einzige verhandelbare Teil.
Interchange++ vs. Blended Pricing
Anbieter berechnen Gebühren auf zwei Arten. 'Interchange++' zeigt dir alle drei Teile transparent — du weißt genau, was wohin fließt. 'Blended Pricing' gibt dir eine einzige Zahl (z.B. 0,9%) — einfacher, aber intransparent. Für kleine Betriebe ist Blended ok, für alles andere verlange Interchange++.
Wo du verhandeln kannst
Interchange und Scheme Fees kannst du nicht verhandeln — die sind fix. Die Acquirer-Marge dagegen schon. Wir sehen in der Praxis Margen zwischen 0,1% (hart verhandelt, große Volumen) und 0,6% (Walk-in-Kunde ohne Hebel). Ab 5.000 € monatlichem Kartenumsatz bist du in Verhandlungsposition.
Versteckte Kosten, die fast alle übersehen
- Terminalmiete — oft 15–40 €/Monat, obwohl die Hardware nach 6 Monaten abbezahlt wäre
- Auszahlungsgebühr — bei manchen Anbietern 0,20 € pro Auszahlung
- Chargeback-Gebühr — 15–25 € pro Rücklastschrift, oft auch wenn du im Recht bist
- Mindestumsatz-Gebühren — 'kostenlos' heißt oft 'kostenlos wenn du 5.000 € Umsatz machst, sonst 49 €'
Wie BytePAYMENTS Gebühren handhabt
Wir machen Interchange++ standardmäßig, keine Terminalmiete nach Abzahlung, und Kartenzahlung ab 1 € ohne Aufschlag. Wenn du deine aktuelle Abrechnung schickst, sagen wir dir in 10 Minuten, ob ein Wechsel sich lohnt — egal ob Ja oder Nein.