Du suchst ein neues Kassensystem? Willkommen im Dschungel. Anbieter werben mit Features, die du vielleicht nie brauchst, und preisen Modelle, deren Kosten erst nach zwei Jahren sichtbar werden. Dieser Artikel schlägt eine Schneise durch.
Cloud oder On-Premise?
Cloud-Kassen laufen auf Anbieter-Servern, sind überall erreichbar und bekommen Updates automatisch. On-Premise-Kassen laufen im Laden, brauchen keine Internetverbindung — sind aber wartungsaufwändiger. Für 90% der Gastronomen ist Cloud die richtige Wahl. Ausnahme: Betriebe mit instabilem Internet oder speziellen Anforderungen.
Welche Funktionen sind wirklich wichtig?
- TSE-Konformität — nicht verhandelbar
- Tischverwaltung mit Split-Funktion
- Schnelle Produktauswahl (max. 2 Taps bis zur Buchung)
- Trinkgeldfunktion mit Aufteilung auf Service
- Anbindung an Kartenterminal (Zahlung per Knopfdruck)
- Exportierbare Tagesabrechnung (Steuerberater-tauglich)
Miete oder Kauf?
Mietmodelle sehen günstig aus: 49 €/Monat, alles inklusive. Aber nach 5 Jahren hast du 2.940 € gezahlt und besitzt nichts. Ein Kauf kostet einmalig 1.500–2.500 € und amortisiert sich nach 2–3 Jahren. Wir empfehlen Kauf bei stabilen Betrieben, Miete bei Saisonbetrieben (Eisdielen, Strandbuden).
Der oft vergessene Faktor: Support
Eine Kasse geht am Freitag-Abend kaputt. Was passiert? Bei manchen Anbietern: ein Ticket-System und eine Antwort am Montag. Bei uns: ein Techniker aus Bonn ist in der Regel innerhalb von 2 Stunden bei dir oder per Fernwartung drauf. Prüfe Response-Zeiten und Ansprechbarkeit bevor du unterschreibst.
Fazit
Für die meisten Gastronomen in Deutschland: Cloud-Kasse, gekauft oder geleast (nicht gemietet auf Ewigkeit), TSE-konform, mit klarem lokalem Support. Alles andere ist Marketing.